Zu Ida’s Hochzeit

by Theodor Fontane

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Zu Ida’s Hochzeit.

Ida! es knüpft manch’ schöne Sage      Sich an dies Wort, aus frühster Zeit, Und bis an’s Ende aller Tage      Lieh ihm Homer Unsterblichkeit.

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Berg Ida war’s, wo fleiß’ge Bienen

     Den Götterhonig einst gezeugt, Mit dem der Nymphen treues Dienen      Den Zeus, den jungen, groß gesäugt.

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Und Ida war’s, zu dessen Füßen
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     Der schöne Sohn des Priam’s schlief,

Als ihn aus Träumen, liebesüßen,      Ein Götterstreit in’s Wachen rief; Vor ihm, (Minerven im Geleite)      Den Erisapfel in der Hand,

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Stand Juno, – aber still zur Seite

     Die siegessichre Venus stand. Und Juno sprach: „holdsel’ger Knabe,      Du, dem an Schönheit Keiner gleicht, Du sei’s, der diese goldne Gabe

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     Der Schönsten von uns Dreien reicht.“

Sie sprach’s; und Paris ohne Schwanken      Nahm hin das Pfand in guter Ruh, Und warf es, anmuthvoll, der schlanken      Der meerentstiegnen Venus zu.

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So war’s vordem. Jetzt freilich schweigen

     Die Himmel tiefer wie das Grab, Und keine Götterkinder steigen      Mehr vom Olymp zu uns herab; Doch guten Klang, traun wie vor Zeiten,

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     Hat immer noch was „Ida“ heißt,

Zumal wenn es den Eingeweihten      Mit süßem Götterhonig speist. Und immer noch zu Ida’s Füßen      Streckt sich manch’ Schäfer auf die Trift,

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Wenn keine Göttin auch, mit Grüßen,

     Die blauen Lüfte mehr durchschifft. Die Schäfer unsrer Tage werden      Um den Olymp nicht kalt nicht heiß, Sie reichen ihrem Gott auf Erden,

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     An Ida selber ihren Preis.

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