Alles still!

by Theodor Fontane

[41]
Alles still!

Alles still! es tanzt den Reigen      Mondenstrahl in Wald und Flur, Und darüber thront das Schweigen      Und der Winterhimmel nur.

5
Alles still! vergeblich lauschet

     Man der Krähe heisrem Schrei. Keiner Fichte Wipfel rauschet,      Und kein Bächlein summt vorbei.

[42]
Alles still! die Dorfes-Hütten
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     Sind wie Gräber anzusehn,

Die, von Schnee bedeckt, inmitten      Eines weiten Friedhofs stehn. Alles still! nichts hör’ ich klopfen      Als mein Herze durch die Nacht; –

15
Heiße Thränen niedertropfen

     Auf die kalte Winterpracht.

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