Wie es kommt

by Karl Ferdinand von Fircks (1828–1871) · 1864 German

Ach liebe Mutter, ich kann nichts dafür,
Und gewiß, er ist schuldlos nicht minder,
Wir haben, ach glaub' es, nichts Böses im Sinn
Wir armen, harmlosen Kinder.

Er sieht mich an, und da ist doch kein Arg
Und dann schlag' ich die Augen nieder,
Und über ein Weilchen ganz heimlich nur
Erheb' ich vom Boden sie wieder.

Dann hat er vergessen hinwegzusehn
Und ich konnt' es doch wirklich nicht wissen,
Und siehst du Mutter, so kommt es zuletzt,
Daß wir immer uns ansehn müssen.

Aus: Gedichte vom Freiherrn Carl von Fircks
Leipzig Julius Klinkhardt 1864 (S. 74)

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