Weil unser Jungfer Braut / den Freyheit frohen Stand

by Elisabeth von Senitz

Durchs Höchsten Rath und Schluß in Amors Dienst verwand /
So freuet sich mein Sinn / daß nach deß grösten Willen
Sie heute wird getraut / denn alles muß erfüllen /
Was dessen Schickung uns vorlängst hat ausersehn /
Ich freu mich / und bin froh / daß mir mein Wuntsch geschehn.
Und wüntsche ferner noch Gelück zum Neuen Stande /
Gelücke / doppelt reich / so dick als Sand am Rande
Deß feuchten Meeres liegt / so viel als Sternen-Gold
Am Licht bestirnten Chor / so lang' als Phöbus Huld
Uns gönnet seinen Schein / so lange lebt in Freuden /
In ungefärbter Gunst / daß keiner zwietracht Leiden /
Euch / ihr vertrautes Paar / sey wissend und bewust
Lebt / liebet euch mit Ruh in immer grüner Lust /
Und alzeit neuer Treu / last eure Liebes-Flammen
Ja nimmer leschen auß / liebt / lebt in Ruh beysammen /
Biß daß deß Alters Schnee die Häupter weiß bestreut /
Und ihr deß Lebens Saat / und überdrüssig seyd.

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