Es sah daß Götter Volck dein schönes Angesichte / Den Alabaster Hals / die Purpur gleiche Wangen Und den Corallen Mund / dein hohes Tugend prangen Gefihl ihm über wol. Es war da keine nicht Dir gleich an Zierligkeit / du bist / der nichts gebricht. Es ist Cupido selbst bißher noch scheu gegangen Biß endlich er vermocht von Venus zu erlangen Daß er auff ihr Befehl mit seinem Fackel-Licht Dein Hertz geflammet an daß ietzund sich ergiebet / Und einen Liebsten wehlt / den sie nun einig liebet Wohl euch Herr Bräutigam / hier ist kein Tugend Mängel / Ihr habet wol gesucht / und euren Wuntsch erlangt / Der Himmel schenkt euch die / in der die Tugend prangt / Nun lebet wol vergnügt mit diesem schönheit Engel.
Als der zweiffelhafte Morgen durch die trübe Wolcken brach
Und der Fürste der Planeten durch die Himmels-Fenster stach
Hört' ich daß man Freuden-voll überlaut Gelücke ruffte: …
Weil unser Jungfer Braut / den Freyheit frohen Stand
Durchs Höchsten Rath und Schluß in Amors Dienst verwand
So freuet sich mein Sinn / daß nach deß grösten Willen …