Vergebliche Sehnsucht
Wenn ihr einst den Jüngling wieder sehet, Oede Fluren, den mein Herz erkor, O dann tritt der holde Lenz hervor, Blumen sprießen, wo sein Odem wehet.
Suchet ihn mein Blick – Ach, und er Der Geliebte kehret nicht zurück. Süßer tönen, Vögel, eure Lieder,
Seine Liebe singt, und ihren Lohn; Er belebt erst eure Töne wieder. Rings umher Lauscht nach ihm mein Ohr –
Singt mir nicht mehr seine Liebe vor. [34] Echo, ach du hörtest meine Klagen, Fragend oft vertraut’ ich dir mein Leid. Kommt er nicht zurück, voll Zärtlichkeit
Rings umher Lauscht mein Ohr, mein Blick – Ach, und er Ruft mir nicht, und kehret nie zurück.
Aus des Stromes Silberspiegel zu: Komm zu mir, ins stille Land der Ruh Sollst du sanft auf meinen Wogen schwimmen. Ach! hinab
Tief im Grab Ruht der Freund, da ruh‘, o müdes Herz.