An Maria del Caro
Kamst du vom Himmel, schöne Luftgestalt? Bist du aus lichtem Aethersduft gewoben? Du strebst zurück — dein Auge blickt nach oben, Es eilt dein Fuss — die Harmonie verhallt,
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O fliehe nicht! Mit magischer Gewalt
Hast du zum Himmel jedes Herz erhoben, Der schweren Erde Massen sind zerstoben, Von goldnen Wolken ist der Sinn umwallt. Der Vorhang fällt — die süssen Wunder schwinden,
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Der Traum entflieht — erwachend staunt der Blick,
Und schwerer wird der Geist das Leben finden; Doch ewig bleibt uns deine Spur zurück. Die Bürde, die du selber uns gegeben, Hilft sie uns tragen und versüßt das Leben.