Um die Morgenzeit
by Hermann Rollett (1819–1904) · 1865 German
Hast du wohl an mich gedacht
Heute um die Morgenzeit?
Denn als ich vom Traum erwacht,
Dacht' ich dein in Seligkeit.
Und da fiel ein lichter Strahl
Flammendhell auf mich herein,
Und mir war mit einemmal
So, als dächtest du jetzt mein.
Und ich sah, voll heller Pracht,
Dich vor mir in Seligkeit! -
Hast du wohl an mich gedacht
Heute um die Morgenzeit? (S. 94)
More poems by Hermann Rollett
-
Des Herzens tiefster Wunsch
Der läßt sich niemals sagen,
Den muß im Herzensgrund …
-
Das war ein Balsam für mein wundes Herz,
Das war ein kühler Thau für meine Seele,
Die, schon verschmachtend, trank den heißen Schmerz, …
-
Das Herz ist ein Röslein
Mit hundert Blättern;
Drauf flimmert die Liebe …
-
Es ist so dunkel, es ist so kalt,
Kein einziger Stern am Himmel strahlt,
Ein einziges Blümlein im Felde blieb - …
All poems by Hermann Rollett →