Tantz nach art der Pohlen

by Simon Dach

Was ist zu erreichen Hie in dieser zeit, Das sich möchte gleichen Meiner frölichkeit, Nun ich mein verlangen Kühnlich mag umbfangen, Und mit meines lebens zier Einen regen führ? Aller pracht der erden Ist nur rauch und wind Neben den geberden, Die du trägst, mein kind. Nicht die güldne sonne Macht mir solche wonne, Solchen glantz befind' ich nicht An des mondes licht. Hier in diesen armen, In dem freuden-saal', Hoff' ich zu erwarmen Tausent tausent mal; Hier in diesem hertzen End' ich meine schmertzen, Diese brust sol meiner pein Niederlage seyn. Mit den schönen händen, Welche marmor ziert, Wil sie mir verpfänden Alles, was sie führt; Auff dem süssen munde Sol ich manche stunde Künfftig weiden meinen geist, Der sich mir entreisst. Liebste, laß uns leben, Sey mein trost in noht! Ich wil dir mich geben Auch biß in den todt. Fleuch, das rechte lieben Länger auffzuschieben, Fort! Hab' ich doch recht dazu, Was ich mit dir thue! (S. 447-448)

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