Siehst du nach Tränen meine Augen gehren

by Dante Alighieri

[114] Siehst du nach Tränen meine Augen gehren Ob neuen Jammers, der mein Herz zerschneidet? [115] So fleh’ bei der ich, die nie von dir scheidet: O heile, Herr, mich von der Luft an Zähren!

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Dein rechter Arm soll, tötend, Recht’ ihn lehren,

Das er zertritt, der flüchtend dich vermeidet, Beim Wütrich weilt, an seinem Gift sich weidet, – Vergossen, um das Weltall zu verzehren. So eis’ge Furcht ins Herze dir Getreuer

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Hat er gelegt, daß alle schweigsam werden.

Auf nun, du Licht des Himmels, Liebesfeuer! Den Mut, den Frost und Blöße so gefährden - Reiß’ ihn empor und wappne ihn mit neuer Eigener Wehr, sonst wird nie Fried’ auf Erden!

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