Die Türen fort, die eure Häuser wahren
[117] Minne. Die Türen fort, die eure Häuser wahren; Denn sie soll einziehn, die die andren ehrt: Die holde Fraue, reich an hohem Wert, In der sich Macht und Tugendzierde paaren! Dichter.
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Weh Armem mir!
[118] Minne. Sag’, was in dich gefahren! Dichter. Ich zittre, alle Kraft ist mir verzehrt. Minne. So fasse Mut; durch mich wird dir gewährt Stets Hilf’ und Leben - das sollst du erfahren. Dichter.
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Ich fühle jede Willenskraft gebunden
Von der verborgenen Macht; ich muß es dulden Durch sie - und Minne wird mein Leid verschulden! Die Fraue. So wende dich zu mir, ich bin voll Hulden! Nur aus vergangnen Zeiten trägst du Wunden;
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Doch zweifle nicht: bald sind auch sie verschwunden!