Sehnsucht

by Gerrit Engelke (1890–1918) · 1921 German

Sanft strömt vom andern Ufer aus dem Wälderschweigen
Über lichtbeglänzte Flut der Abend.
Trunken schweift der Blick ins Weite,
Steigt geöffnet in die wolkigen Gefilde,
Taumelt in das grenzenlose Licht hinein -
Und das Herz schwingt zitternd ein:
Nur selig sein. (S. 170)
_____

More poems by Gerrit Engelke

  • Als ich dich sah

    Wie ein Schatten flog dein Angesicht
    Über meine Augen hin,
    Verblich und ließ nicht Spur in meinem Sinn. …
  • An den Geliebten

    Du hast mit leisem Finger
    An mein Herz gerührt,
    Und hast mit einem Blicke …
  • An dich

    Steh ich vor Dir,
    Ein Mann und Geliebter,
    Allen Blick in Deinen tauchend, …
  • Apassionata

    Du hast durch Deinen Kuß
    Mein stromvoll Blut geweckt
    Und mein Gesicht warm aufgehoben aus dem Tag, …

All poems by Gerrit Engelke →