• [88] Blühendes Glück.

    Als wir für das Leben uns verbanden,
    Ganz in Blüte stand der Apfelbaum,
    Und sein weißer Schimmer floß wie Segen
    Über uns und dieser Stube Raum.

    5 Fast zu reich war...

  • [99] Glück.

    Um einen Trunk bat mich zur Nacht mein Kind,
    Mein wilder Kamerad in Spiel und Scherzen.
    Sein Stimmchen bettelte so warm und lind -
    Und reiche Liebe strömte mir vom Herzen.

    5 Es...

  • [53] O Glück! O Schmerz!

    O Glück, so in den Tag hineinzusprühn,
    Ich lasse mich bald hier- bald dorthin glühn
    Von einem Mädchenblick, von einer Hand,
    Die, weiß nicht wie, die meine fand
    5 Und mich nun einen Augenblick umspannt,
    Vielleicht auch zwei, vielleicht auch eine Nacht
    O Schmerz, wenn schmerzlich dann die Früh erwacht!
    Das Zimmer...

  • Du weinst? und uns erblüht ein junges Leben!
    Mit Leib und Seele bist du mir gegeben;
    Du bist mein Weib - was wir ersehnten einst,
    Hat herrlich sich vollendet - und du weinst?

    Doch sieh! Versenkt mein Blick sich in den deinen,
    So will es mir im tiefsten Herzen scheinen,
    Als ob auf deiner feuchten Augen...

  • Langsam durchschnitt ein Schiff die schwarzen Fluten.
    Weit dehnte sich das Meer, unnennbar groß,
    Und über ihm im bleichen Mondenstrahle
    Stand schimmernd eine Möve, regungslos.

    So schwebten unsre Seelen still im Lichte.
    Du saßest an des Schiffes Bord gelehnt;
    Ich stand vor dir und Auge sank in Auge,...

  •  
    Nun ward es Sommer und die Rosen blühn
    und blaue Sterne blitzen durch die Nacht . .
    und durch die Nacht und ihre blühenden Rosen
    und ihre glück-tieffrohe Stille hingegen wir
    . . zwei selige Kinder . .
    und endlos vor uns breitet sich . .
    in wunderbarer...

  • Streng ist uns das glück und spröde ·
    Was vermocht ein kurzer kuss?
    Eines regentropfens guss
    Auf gesengter bleicher öde
    Die ihn ungenossen schlingt ·
    Neue labung missen muss
    Und vor neuen gluten springt. (S. 255)...

  • Ich wollt' das Glück erwarten,
    Es blieb so lange aus -
    Verdorrt war längst der Garten,
    Tief lag im Schnee das Haus.

    Die dunklen Wolken drohten,
    Ich lag und träumte schwer.
    Fahl über'n Himmel lohten
    Die roten Blitze her.

    Hab' einen Ruf vernommen,
    Die Arme...

  •   Die Stätte, wo ein Glück zerfiel,
    bleibt ohne Frucht für alle Zeiten.
    Stumm, ohne Hoffnung, ohne Ziel
    sollst du die Bahn hinuntergleiten

    und fluchen jenem Flammenmorgen
    auch fluchen ihr, die dich geliebt,
    denn ohne sie blieb dir verborgen...

  • Mel.: Ich singe Dir mit Herz und Mund

    Wohlauf, mein Herz, und sing' aufs Neu'
    Von Deinem höchsten Glück, -
    Und ists auch nur das alte Lied,
    Heut' halt' es nicht zurück!

    Ach Erd' und Himmel rings...