[5] Der erste Schnee.
Die Sonne schien, doch Winters Näh’
Verrieth ein Flockenpaar;
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.
5 Noch wird – wie wohl von lieber Hand...
[5] Der erste Schnee.
Die Sonne schien, doch Winters Näh’
Verrieth ein Flockenpaar;
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.
5 Noch wird – wie wohl von lieber Hand...
Mag da draußen Schnee sich thürmen
Mag es hageln, mag es stürmen,
Klirrend mir an’s Fenster schlagen,
Nimmer will ich mich beklagen,
5 Denn ich trage in der Brust
Liebchens Bild und Frühlingslust.
[261]
Unter’m Schnee.
Unterm Schnee liegt öd’ und traurig,
Klang- und lautlos, bang’ und schaurig,
Aller Erdenschmuck versteckt
Und mit ernster Nacht bedeckt.
5 Unterm Schnee ruht vieles Leben,...
Mond und Schnee, wie lieblich fließet
Euer sanfter Schein zusammen!
Stundenlang kann ich versenken
Aug' und Seele in die weißen
Lichtumflossenen Gefilde;
Doch ich hab' die stille Wehmuth
Manchmal nicht gewußt zu deuten,
Die aus ihnen mir entgegen
Wehet, wie ein leiser Zauber.
...
In des Nordens rauhen Fernen
Wohnt der Heimat stilles Glück,
Ach, wie sehnt nach ihren Sternen
Sich mein Auge trüb zurück.
"Ist dir nicht dein Wunsch geworden?
Holder Süden ist ja hier -
Wieder zu dem kalten Norden
Zittert der Magnet in dir?
Auf des Wunsches...