[62] Geist der Zeit.
(1889.)
Sie stiegen auf aus ew’ger Nacht, aus Kohlenstaub und gift’gen Schwaden,
Sie stiegen auf aus tiefem Schacht, wo schaffend sie in Schweiß sich baden,
Doch nicht, um schon nach kurzer...
[62] Geist der Zeit.
(1889.)
Sie stiegen auf aus ew’ger Nacht, aus Kohlenstaub und gift’gen Schwaden,
Sie stiegen auf aus tiefem Schacht, wo schaffend sie in Schweiß sich baden,
Doch nicht, um schon nach kurzer...
Der Abend schleiert Flur und Hain
In traulich holde Dämmrung ein;
Hell flimmt, wo goldne Wölkchen ziehn,
Der Stern der Liebeskönigin.
Die Wogenflut hallt Schlummerklang,
Die Bäume lispeln Abendsang;
Der Wiese Gras umgaukelt lind...
I.
Die Blume wünsch' ich nie zu werden,
Die nur für Dich die Düfte hat;
Ich such' noch mehr auf dieser Erden
Als stiller Freuden Blumenblatt.
Ich ruh' nicht an des Ufers Borden;
Ich stürz' mich in den Strom hinein.
Beseligt ist mein Herz geworden,...
Das war ein stiller Frieden,
Der liebend mich umflog,
Als ich, von dir geschieden,
Durch grüne Wälder zog.
Ich hab' durch laute Gassen
Getrieben mich im Schmerz,
Doch fühlt' ich mich verlassen
Bei Menschen allerwärts.
...