O wie glücklich / wer nicht liebet /
Wer nicht fühlt in seinem Herzen
Heisse Schmerzen
Von dem Triebe
Blinder Liebe /
Der die Welt sich untergiebet.
O wie glücklich / wer nicht liebet!
Den kein falscher Blick betrübet /
Dem das Zürnen und...
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Wohl dem / der nicht vonnöthen hat
Gesunde Kost zu nehmen ein /
Dem an der herben Pillen statt
Gelinde Zucker-Körner seyn /
Dem der beliebte Reben-Safft
Vor süssen Julep giebet Krafft.
Es schmeckte nächst Clorellens Mund
Aus ohngefähr... -
Ach daß ich euch nicht meiden müste /
Ihr schätze dieser dritten welt /
Ihr schnee-gebürgten engel-brüste /
Von lufft und seuffzern auffgeschwellt;
Mit eurer rundten liebligkeit
Mag nichts durchaus verglichen werden /
Weil ihr des himmels und der erden /... -
Sonnet
Jetzt da daß grosse Liecht der Sonne zu uns dringet/
Verendert sich geschwind die kalte Winterszeit/
Es weicht dem Phoebus auch deß Eises härtigkeit/
Die warme Frülings Lufft den liechten Schnee bezwinget
Mein abgemattet Hertz... -
O Du verworffner Brieff/ bist du nun wieder kommen?
Wie/ daß der Liebsten Handt dich nicht hat angenommen?
Was war die Ursach doch daß sie dich wolte nicht
Anstrahlen/ wie sie pflegt mit jhrer Augen Liecht?
War denn jhr stoltz Gemüth so gar auff dich ergrimmet?
Für war dem wird so seyn: Ihr Angesicht das glimmet... -
VII.
Kan wol einer mir ansagen/
daß er sehr verliebet sey?
Niemand/ hoff ich/ wird sich klagen
über solche Gauckeley.
Venus doch zu Damon spricht/
Du/ und Laura/ glaubt es nicht.
Die verliebten Augenblicke
brennen Hertz und Geister an/
daß man sich bey... -
1.
Habt danck/ ihr schönen Augen-Lichter/
Daß ihr die meinen habt verschmäht/
Das Spiegel-Glaß/ der Jungfer Richter/
Urtheilt nur/ wie ihr aussen seht.
... -
Wiewol ich muß allhie mit Archiatnen weiden
die kraußen Schäfelein: kommt mihrs doch weinig freüden
den mein verliebtes Hertz das sehnet sich nach dihr
ruft oftmahls Adelmuht/ ach werest du bey mihr. (S. 45-46)
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1.
Was frag' ich nach den Trauer-fahnen/
was nach den Wapen vieler Ahnen/
und ob mich denn ein Marmor ziert:
Wenn einsten zu den blassen Schaaren
mein Geist ist übern Fluß gefahren
wor uns der Ehre Sucht nicht... -
1.
Es sagte mir die Flatter-schöne/
die eingebildte Pusserene:
du hast mich lange Zeit geliebt/
dich lang' um meine Gunst beworben/
darumb hastu dich so betrübt/
daß du auch neulich bald gestorben.
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