Schlittenlied

by Gustav Schwab

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Schlittenlied.

Unter muntrer Glöcklein Schallen Raschelt’s wie ein Elfenzug, Freudig drein die Peitschen knallen, Alles schwindet hin im Flug:

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Rosse, Reiter, in der Mitten

Muthig die besonnten Schlitten, Die, in Sammt und Pelz gehüllt, Niedlich Feenvolk erfüllt. Kaum begonnen hat die Wonne;

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Ist schon wieder alles aus?

Weg aus Duft und Schnee und Sonne Sollen wir ins dumpfe Haus? Doch es öffnen sich die Thüren Unter lust’gem Musiciren;

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Freundlich steht zu Tanz und Mahl

Aufgeschmückt der kleine Saal. Eilig streift die Winterhülle Jedes schöne Kind von sich, Schmuck und hell, in süßer Fülle,

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Leuchten alle sommerlich;

Wissen mit den stillen Blicken Ach! so lieblich zu beglücken, Holde Rede klingt darein – Kann es wohl noch Winter seyn?

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Wie sich’s tanzt so freudig heute,

Sich’s noch besser schmaust und singt! Wenn, die Freundlichen zur Seite, Glas mit Glas zusammenklingt; Wenn, was Keiner wagt zu sagen,

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Jeder darf zu singen wagen;

Rauscht das Lied, und glüht der Wein – Kann es wohl noch Winter seyn? Draußen spielet licht und leise Mit dem Schnee der Mondenschein;

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Fromm beschickt man sich zur Reise,

Fliegt im hellen Traum herein, Wirft sich träumend hin aufs Bette, Und um jede Schlummerstätte Wogt im Schlafe Tanz und Sang

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Noch die ganze Nacht entlang.

Wer, zur Hand die treue Leier, Dieses kleine Lied erdacht, Preist zum letzten Mal die Feier Solcher schönen Winternacht:

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Wann die Flocken wieder flüstern,

Wohnt er unter den Philistern; Fahrt kehrt wieder, Sang und Klang, – Doch vergessen ist er lang!

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