Rudolf von Erlach

by Karl Ludwig von Woltmann

     Die Sterne glänzten durch die Fenster In Erlachs väterlichem Schloß. Und flüsternd wankten die Gespenster Am Graben, der die Burg umfloß.

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Allein mit seinen treuen Hunden,

Beginnt der Greis das Nachtgebet, Indeß, vom Erndtekranz umwunden, Sein Volk ein fernes Fest begeht.      Das Schwert, das er als Held und Sieger

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Für Recht der Eidgenossen trug,

Womit er Habsburgs stolze Krieger Und Nidaus Ritterschaaren schlug, Beglänzt die Wand, des Alters Freude, Gekannt von Mufti und Packan;

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Die grauen Hunde führten beide

Mit Erlach einst zu Schlachten an.

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