Du warst so still, du warst so bleich, Geheimnißvoll verschlossen; - Ich sah dich an so liebereich, Daß dir ein Schimmer, rosengleich, Die Wangen übergossen.
In des Erblühens holdem Drang Erbebte deine Seele; Die Knospe deines Herzens sprang, Daß freudig sie und sehnsuchtbang Dem Leben sich vermähle.
Und was dein Antlitz, still und bleich, So rosig überglühte, Als ich dich ansah, liebereich, - Es schmückt seitdem dich rosengleich, Du schöne Menschenblüthe! (S. 56-57)