Zur Barke still hinausgelehnt,
Schau' ich hinab in's Meer,
Das finster durch die Nacht sich dehnt,
So stumm, so groß, so leer.
Da in der weiten Einsamkeit,
Gesellt die Sehnsucht mild
Mir, über Meer und Länder weit,
Dein treues, liebes Bild.
Und deinen Namen in die Fluth
Schreibt träumend ein mein Stab,
Da fühlt das kalte Meer die Gluth,
So daß es Flammen gab.
Und deinen Namen feurig trägt
Das kalte Element,
Ich seh' erstaunt, wie es, bewegt
Von meiner Liebe, brennt.
aus: Gesammelte poetische Werke
von Ludwig August Frankl
Erster Band
Wien Pest Leipzig A. Hartleben's Verlag 1880