O sage nicht, ich sey ein Träumer

by Feodor Löwe

Der sinnend Feld und Wald durchirrt,
Auf Trümmern lagernd, wo die Eule
Mit scheuem Flug mein Haupt umschwirrt.

Mit bleichen Lippen stets beklagend
Ein eingebildet ewig Leid,
Von nahen wilden Kämpfen redend,
Ein kranker Sohn der kranken Zeit.

Wohl hast du Recht! an tiefer Wunde
Krankt diese Zeit - doch was sich naht?! -
Sieh, wie der Pflug das Feld durchschneidet,
Aus Wunden sprießt die schöne Saat. (S. 26)
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