Du fliegst dahin von Arm zu Arm,
du tanzst so gern,
dir werden Stirn und Wangen warm,
es reißen sich um dich die Herrn;
ich steh gelehnt am Pfosten
auf eifersüchtigem Posten.
Die hellen Flöten quälen mich.
Du tanzst so gern,
mir ist ein jeder Ton ein Stich.
Bald meldet sich der Morgenstern,
zu Hause flammt indessen
Kaminglut, still vergessen.
Ich wollt', es wär' zu Ende schon,
du tanzst so gern.
Ich höre einen sanften Ton,
der flattert wie aus weiter Fern'.
Den hat mit ihrem Bogen
die Liebe fein gezogen.
aus: Gesammelte Dichtungen von Gustav Falke
Erster Band: Herddämmerglück
Hamburg und Berlin Alfred Janssen 1912