Nah und fern

by Theodor Fontane

[26]
Nah und fern.

Wenn die Wolken vielgestaltig      Sich am Horizonte dehnen, Ueberkommt uns allgewaltig      Ihnen nach ein tiefes Sehnen.

5
Aber wenn die stolzen Züge

     Sich zur Erde niederlassen, War ihr Zauber – eitle Lüge,      Sind es graue Nebelmassen.

[27]
Wenig läßt die Nähe gelten,
10
     Tausend Reize hat die Ferne:

Selbst die lichtesärmsten Welten,      Wandelt sie – in helle Sterne.

More poems by Theodor Fontane

All poems by Theodor Fontane →