Nah und fern

by Theodor Fontane (1819–1898) · 1851 German

Wenn die Wolken vielgestaltig
Sich am Horizonte dehnen,
Ueberkommt uns allgewaltig
Ihnen nach ein tiefes Sehnen.

Aber wenn die stolzen Züge
Sich zur Erde niederlassen,
War ihr Zauber – eitle Lüge,
Sind es graue Nebelmassen.

Wenig läßt die Nähe gelten,
Tausend Reize hat die Ferne:
Selbst die lichtesärmsten Welten,
Wandelt sie – in helle Sterne.

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