Nachwirkung

by Georg Scheurlin (1802–1872) · 1858 German

Wenn ich deiner Blicke reinen
Aether dürste einzusaugen,
Bald, geblendet von den deinen,
Muß ich senken meine Augen;

Denn aus jenes Lichtes Bronnen
So viel Schimmer seh' ich fließen,
Daß sich wie vor tausend Sonnen
Zitternd meine Wimpern schließen.

Aber wie der Blendung Schmerzen
In geschloßnen Augenlidern
Wirkt dein Bild mir fort im Herzen,
Wenn du selbst mir längst geschieden. (S. 132)
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