Nachts

by Frida Bettingen

[76] Nachts Ruhesam kniet mein Herz unter den schwebenden Rufen der ewigen Heimat.

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Nur der düstere Hüter der Tore schreckt es.

Oh, wer wird bei mir sein, wenn sich die letzten, strengen Angeln wenden werden. Auf seiner wartenden Augen Geheiß!

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Stern, lieber Stern,

Du Tropfen Ewigkeit am stillen Himmel, all meiner welkenden Stunden Mühsal ist Goldstaub und Anbetung worden in Deiner Hand.

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Du hast Deine frommen Tempelwände darum gebaut.

Stern, lieber, lieber Stern, wir kennen uns schon lange, Jahrtausende stickten den Saum Deiner Kleider, Du hörst die Harfen Gottes,

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Du weißt, wo Er wohnet,

sein Weg ist Dein Weg, – – „Führe mich – führe mich!“

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