Nächtiges Wandern
by Karl Stieler (1842–1885) · 1908 German
Das ist ein seltsam Geh'n:
Die Tritte schallen;
Ich hör' den Südwind weh'n
Und Blätter fallen.
Die Bäche rauschen stumm,
Die regensatten;
Ich zieh' dahin – rundum
Nur Schatten, Schatten!
Gewölk voll dunkler Kraft -
Ich zieh' so trübe -
Verstummt vor Leidenschaft -
Verirrt vor Liebe! - - (S. 318)
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Geht es dir auch wie mir?
Geht es dir auch wie mir,
Daß du nicht schlafen kannst? …
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Es rauscht der graue Regenschauer,
Ich zieh' vorbei und acht' ihn nicht;
Noch einmal seh' ich an der Mauer …
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Die alten Pfade geh' ich wieder,
Die ich in jungen Tagen ging;
Eh' all' mein Weg, mein Auf und Nieder …
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Ich hab' mich ganz an dich verloren,
Und wo ich gehen mag und sein:
Auf stiller Flur, im Lärm der Toren, …
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