Menschliches Elende
WAs sind wir Menschen doch? ein Wohnhaus grimmer Schmertzen. Ein Ball deß falschen Glücks / ein Irrlicht dieser Zeit. Ein Schauplatz herber Angst / besetzt mit scharffem Leid / Ein bald verschmeltzter Schnee vnd abgebrante Kertzen.
Die vor vns abgelegt deß schwachen Leibes Kleid Vnd in das todten-Buch der grossen Sterbligkeit Längst eingeschrieben sind / sind vns auß Sinn vnd Hertzen. Gleich wie ein eitel Traum leicht auß der acht hinfällt /
So muß auch vnser Nahm / Lob Ehr vnd Ruhm verschwinden / Was itzund Athem holt / muß mit der Lufft entflihn / Was nach vns kommen wird / wird vns ins Grab nach zihn Was sag ich? wir vergehn wie Rauch von starcken Winden.