An Louise

by Friedrich August Eschen

Mit einem Gedichte von Ossian.

Nimm dieses Lied das in vergangnen Zeiten Des Alterthums der weise Barde sang, Nie hat ein Lied auf eines Sängers Saiten Dahingerauscht, das diesem gleich erklang: –

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„Malvina, komm, du mußt den Vater leiten

Zum Hügel dort, das stille Thal entlang!“ So sprach der Greis, und gern vernahm die Worte Das gute Kind, und leitet’ ihn zum Orte.       Die Barden folgten dem verehrten Greise

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Die Ebne hin, die sich zum Hügel wand;

Malvina trug nach der gewohnten Weise Des Sängers Saitenspiel in ihrer Hand, Und gab’s ihm hin, wo an den Hügel leise Die Eiche rauschte, die dort einsam stand.

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Sein Lied begann, es flossen seine Töne,

Und schweigend horchten des Gesanges Söhne.       Er sang die Zeit, wo noch sein Vater lebte Und ihn als Kind in seinem Arme trug, Der Helden Zeit, die ach! zu schnell entschwebte

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Für Ossian mit ungehemmtem Flug:

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