Lied

by Wilhelm Runge (1894–1918) · 1894 German

Wenn du langsam hingehst
fühl ich Abend
Nebel schleiert hoch
mein Fuß geht irr durch die Macht deines Auges
Meiner Hände Trauerweiden hängen
und der Lippen Lerchen schlummern still
bis der Morgen sonnenlachengoldig wieder alle Wiesen überspringt
und die Stirne wie der Himmel aufsteigt
klar und unbewölkt
frühwindumspült. (S. 24)

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