Wir gingen still den Fluß entlang
und sahen Schiffe ziehen,
die ihren schnellen Reisegang
sich von dem Winde liehen.
Da fühlte doppelt ich das Band,
das mich für immer bindet,
und drückte zärtlich deine Hand,
die es mit Blumen windet.
Und löstest du die Fesseln jetzt
und gäbest mich den Winden,
ich würde schweifend doch zuletzt
den alten Hafen finden.
Da breitest du vom Uferrand
die Arme mir entgegen,
um an das alte liebe Band
mein Schifflein fest zu legen.
aus: Das Leben lebt. Letzte Gedichte von Gustav Falke
Berlin G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung 1916