Lebensmelodien
Der Schwan.
Auf den Wassern wohnt mein stilles Leben, Zieht nur gleiche Kreise, die verschweben, Und mir schwindet nie im feuchten Spiegel Der gebogne Hals und die Gestalt.
Der Adler.
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Ich haus’ in den felsigen Klüften,
Ich braus’ in den stürmenden Lüften, Vertrauend dem schlagenden Flügel Bei Jagd und Kampf und Gewalt.
Der Schwan.
Mich erquickt das Blau der heitern Lüfte,
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Mich berauschen süß des Kalmus Düfte,
Wenn ich in dem Glanz der Abendröthe Weichbefiedert wiege meine Brust.
Der Adler.
Ich jauchze daher in Gewittern, Wenn unten den Wald sie zersplittern,