Kampaspe

by August Wilhelm von Schlegel (1767–1845) · 1799 German

Schönheit ist dem Muth beschieden,
Lieb’ erobert sich der Held;
Nach den Kämpfen ward Alciden
Hebe’s Blüthe zugesellt.
Rasch besiegt von Alexandern
Bot die Welt ihm Wahl und Lust:
Eine doch, vor allen andern,
War das Kleinod seiner Brust.
Von der Perlen Vaterlande
Als die köstlichste bewahrt,
Sproßte sie an Indus Strande,
Eine Blume, schlank und zart.
Nun aus mütterlichem Schatten
Weit verpflanzt in fremde Luft,
Athmet willig sie dem Gatten
Leise Kühlung, süßen Duft.
Ihre Jugend darzustellen,
Eh die Zeit sie angehaucht,
Ruft Philippus Sohn Apellen,
Der in Reiz den Pinsel taucht.

More poems by August Wilhelm von Schlegel

All poems by August Wilhelm von Schlegel →