In stürmischer Mondnacht

by Marie Laura Förster

Der Himmel ist düster, die Lüfte klagen
Im Tannenwalde; vom Sturme getragen
Ziehen Wolken auf Wolken von Westen her.
Ich auch bin düster, mein Herz ist schwer;
Es klaget und zittert da drinnen so eigen,
Wie Windesseufzer in Tannenzweigen.

Gedanken ziehen so trübe, o trüber
Als jene Wolken schattend darüber.
Da durch das Dunkel tritt plötzlich mild
Der Mond, der helle. So tritt dein Bild,
Du Holde, du Liebe, von der ich geschieden,
Plötzlich ins Herz mir und gibt ihm Frieden. (S. 165)

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