Im Morgenrot
Faß fest dein Roß am Zügel, Der Morgen ist erwacht! Stumm hinter jenem Hügel Entgleitet schon die Nacht.
Die blauen Schleier wehn – Bald wird des Tags Gefunkel In Blut und Rosen stehn. Wem pflücke ich die Blüten,
O mag uns Gott behüten Vor allzuvielem Licht! Dies Herz, dem Feind geboten, Dies Herz kennt keinen Tod –
Unendlichkeiten loht. Mein Mädchen, denkst du deines Freundes in der Schlacht? Dein wildes Herz, o wein es
Die Tränen werden regnen Und trommeln auf mein Zelt. Ich will den Frieden segnen, Der bei dir Wache hält ...
Die Rosen rot und tief! Noch flattern hoch die Schwalben, Da kein Gewitter rief. Wir jubeln und wir hoffen
Weit steht der Himmel offen: Freiheit und Vaterland!