Ihr süßen Reime, deren Worte gehen

by Dante Alighieri

[111] Ihr süßen Reime, deren Worte gehen Hinaus zum Ruhm der Zierde aller Frauen: Bald sollt, wenn er noch fehlt, ihr einen schauen Und selbst zum Bruder ihn euch ausersehen.

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Vernehmt, bei Minne, ach! mein heißes Flehen, —

Bei ihr, die Frauenherz durchglüht! Nicht bauen Auf seine Worte dürft ihr, nie ihm trauen, Denn vor der Wahrheit kann er nicht bestehen! Doch wäret ihr, von seinem Lied gewonnen,

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Bereit, zu eurer Herrin hinzueilen,

So zaudert nicht, fliegt denn zu ihr geschwinde Und sagt: „O Frau, wir kommen ohne Weilen Zum Ruhme des, der klagt, in Schmerz zerronnen, Wo seiner Augen Sehnsucht er wohl finde!“

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