Hinter dem großen Spiegelfenster
[66] Hinter dem großen Spiegelfenster Hinter dem großen Spiegelfenster des Cafes Sitz ich und sehe heiß auf das Straßenpflaster, Suche im Treiben der Farben und Körper Heilung meines sentimentalen Weh’s, Sehe viele Frauen, Fremde, bunte Offiziere, Gauner, Japaner, sogar einen Negermaster.
Wollen träumerisch- und sanfter Töne sich erinnern. Aber ich, an meinen Stuhl gebannt und gebrannt, Starre, staune nach draußen unverwandt, Daß jemand komme, freiwillig, nicht gedrängt,
In rosa, gelber, violetter Taille Oder meinetwegen eine dicke Rentierkanaille Mit schmalzigem, verfettetem Hirne – Nur daß er mir für fünf Minuten seine Gegenwart schenkt!
O läg ich irgendwo in dunkler Nacht, Ein Kind, in einem Kinderbette, Von einer Mutter zart zur Ruh gebracht