Hinaus!

by Theodor Fontane

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Hinaus!

Ich bin es satt auf Polstern mich zu dehnen, Es ekelt mich dies weibergleiche Thun, Ich möcht im Kampf anspannen alle Sehnen, Mich müd und matt an die Lafette lehnen,

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Und käm der Schlaf auf bloßer Erde ruhn.

Ich möcht hinaus! umbrüllt von Sturm und Wettern Möcht ich zu Schiff auf hohem Meere sein;

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Vom Blitz umflammt möcht ich den Mast erklettern,

Und wenn die Wellen unser Schiff zerschmettern,

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Ein kühner Schwimmer um das Leben frein.

Ich möcht hinaus! mag schleudern mich die Reise Wohin sie will, mir gilt es gleich fürwahr; Heraus nur endlich aus dem alten Gleise, Das Leben steigt mit der Gefahr im Preise, –

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Auf denn, hinaus! zu Thaten und Gefahr.

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