Epistel

by Heinrich Julius Ludwig von Rohr

Freund, wie macht es dich so traurig, Daß, so oft man dich verkennt? – Jeden Ausbruch deiner frohen Laune, Mit der Schmähsucht schallenden Posaune

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Vorwitz und Satyre nennt! –

War es nicht das Loos der schönsten Seelen Immer sich verkannt zu sehn? – Ja, es kann, es kann nicht fehlen, Gute Menschen müssen Neider zählen,

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Die bey ihrem Licht im Schatten stehn.

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