Einleitung

by Carl Streckfuß

Hört ihr mich von Amandens Reizen singen,      So glaubt nicht, daß ein irrdisch Weib ich liebe.      Entflohen aus dem niedern Land der Triebe,      Erhebt zum Aether Sehnsucht ihre Schwingen.

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Dort weiß sie sich das Höchste zu erringen,

     Von dorther bringt sie mir die Gluth der Liebe,      Und was ich rede, denke, dicht’ und übe,      Seht ihr aus diesem reinen Quell entspringen. Wohl glaubt’ ich einst auch außen aufzufinden

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     Die holden Blumen, die aus dunkeln Keimen

     In meinem reichen Herzen aufgeblühet; [84] Doch sah ich traurend bald die Täuschung schwinden,      Und weiß es sicher nun, daß nur in Träumen      Der wahren Liebe heil’ges Feuer glühet.

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