Cupido raubt einmahl den Bienen ihren Safft / Und ward dabey verlezt. Er trug voll Zorn und Rache Den angenehmen Raub auff meiner Fillis Mund / Sprach: Daß die Welt niemahls vergesse dieser Sache / So schmecke / wer dich küßt / des Honigs süsse Krafft / Und werde / gleich wie ich / doch an dem Herzen / wund! (aus: Anemons und Adonis Blumen S. 285)
Könte man für Liebe sterben / wär ich längstens kalt und todt
Solte sie ein Feuer heissen / wär ich längstens Asch und Koth:
Doch ist sie kein Tod zu nennen / woher fühl ich solche Schmerzen? …
Mein Bette / glaub ich / ist mit Disteln überstreuet
Das weichste Küssen wird für mich ein harter Stein.
Mein Leib / der weder Stroh noch Erde vor gescheuet …