In die Ferne
by Karl Stieler (1842–1885) · 1908 German
Oft wenn ich düster nachgehangen
Dem Leben, meinem wilden Lauf,
Da wacht mir plötzlich ein Verlangen
Nach deiner fernen Liebe auf.
Nach deinem Kuß, nach deinen Tränen,
Nach deiner seligen Geduld. -
Es ist mir fast, als tät' sich sehnen
Nach deiner Unschuld meine Schuld! (S. 154)
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Geht es dir auch wie mir?
Geht es dir auch wie mir,
Daß du nicht schlafen kannst? …
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Es rauscht der graue Regenschauer,
Ich zieh' vorbei und acht' ihn nicht;
Noch einmal seh' ich an der Mauer …
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Die alten Pfade geh' ich wieder,
Die ich in jungen Tagen ging;
Eh' all' mein Weg, mein Auf und Nieder …
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Ich hab' mich ganz an dich verloren,
Und wo ich gehen mag und sein:
Auf stiller Flur, im Lärm der Toren, …
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