Die Alten und die Jungen
„Unverständlich sind uns die Jungen“ Wird von den Alten beständig gesungen; Meinerseits möcht ich’s damit halten: „Unverständlich sind mir die Alten.“
In allen Stücken und allen Rollen, Dieses sich Unentbehrlichvermeinen Sammt ihrer „Augen stillem Weinen“, Als wäre der Welt ein Weh gethan, –
Ob unsre Jungen, in ihrem Erdreisten, Wirklich was Besseres schaffen und leisten, Ob dem Parnasse sie näher gekommen, Oder blos einen Maulwurfshügel erklommen,
Die Menschheit bessern oder verschlechtern, Ob sie Frieden sä’n oder Sturm entfachen, Ob sie Himmel oder Hölle machen, – Eins läßt sie stehn auf siegreichem Grunde,
Der Mohr kann gehn, neu Spiel hebt an, Sie beherrschen die Scene, sie sind dran.