Der Müller und der Bach

by Wilhelm Müller

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Der Müller und der Bach.

          Der Müller. Wo ein treues Herze In Liebe vergeht. Da welken die Lilien

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Auf jedem Beet.

     Da muß in die Wolken Der Vollmond gehn, Damit seine Thränen Die Menschen nicht sehn.

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     Da halten die Englein

Die Augen sich zu, Und schluchzen und singen Die Seele zu Ruh’.      

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           Der Bach.
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     Und wenn sich die Liebe

Dem Schmerz entringt, Ein Sternlein, ein neues, Am Himmel erblinkt.      Da springen drei Rosen,

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Halb roth, halb weiß,

Die welken nicht wieder, Aus Dornenreis.      Und die Engelein schneiden Die Flügel sich ab,

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Und gehn alle Morgen

Zur Erde hinab.                 Der Müller.      Ach, Bächlein, liebes Bächlein, Du meinst es so gut:

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Ach, Bächlein, aber weißt du,

Wie Liebe thut?      Ach, unten, da unten, Die kühle Ruh’! Ach, Bächlein, liebes Bächlein,

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So singe nur zu.

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