Der Gott der Jugend

by Friedrich Hölderlin

      Gehn dir im Dämmerlichte, Wenn in der Sommernacht Für selige Gesichte Dein liebend Auge wacht,

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Noch oft der Freunde Manen

Und, wie der Sterne Chor, Die Geister der Titanen Des Alterthums empor;       Wird da, wo sich im Schönen

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Das Göttliche verhüllt,

Noch oft das tiefe Sehnen Der Liebe dir gestillt; Belohnt des Herzens Mühen Der Ruhe Vorgefühl,

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Und tönt von Melodieen

Der Seele Saitenspiel;

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