Der Gast

by Theodor Fontane

[21]
Der Gast.

Das Kind ist krank zum Sterben, Die Lampe giebt trägen Schein, Die Mutter spricht: mir ist es Als wären wir nicht allein.

5
Der Vater sucht zu lächeln,

Doch im Herzen pocht’s ihm bang, Stiller wird’s und stiller, – Die Nacht ist gar zu lang. Nun scheint der Tag ins Fenster,

10
Die Vögel singen so klar;

Die Beiden wußten lange, Wer der Gast gewesen war.

More poems by Theodor Fontane

All poems by Theodor Fontane →