Der alte Zieten
Joachim Hans von Zieten, Husaren-General, Dem Feind die Stirne bieten, Er that’s wohl hundert Mal;
Wie er die Pelze wusch, Mit seinen Leibhusaren Der Zieten aus dem Busch. Hei, wie den Feind sie bläuten,
Bei Liegnitz und bei Leuthen, Und weiter Schlag auf Schlag; Bei Torgau, Tag der Ehre, Ritt selbst der Fritz nach Haus,
Erst noch mein Schlachtfeld aus.“ Sie kamen nie alleine, Der Zieten und der Fritz, Der Donner war der Eine,
Es wies sich keiner träge, Drum schlug’s auch immer ein, Ob warm’, ob kalte Schläge, Sie pflegten gut zu sein. –
Doch Krieges Lust und Qual, Die alten Schlachtgenossen Durchlebten’s noch einmal; Wie Marschall Daun gezaudert,
Es ward jetzt durchgeplaudert Bei Tisch, in Sanssouci. Einst mocht’ es ihm nicht schmecken, Und sieh’, der Zieten schlief,
Der König aber rief: „Laßt schlafen mir den Alten, Er hat in mancher Nacht Für uns sich wach gehalten,
Und als die Zeit erfüllet, Des alten Helden war, Lag einst, schlicht eingehüllet, Hans Zieten, der Husar:
Die Feinde stets im Husch, So war der Tod gekommen Wie Zieten aus dem Busch.