Deine Nähe

by Ilse von Stach (1879–1941) · 1948 German

Wie die milde Sommernacht beglückt,
also lindert deine süße Nähe,
lange schon gereiftes Leid und Wehe,
tröstet auch in Tränen und entzückt.

Meine Seele, die gebunden ist,
hebt sich auf dem Fittich sanfter Träume
lächelnd hoch in unbegrenzte Räume,
haltlos, wenn du gegenwärtig bist.

Aus: Ilse von Stach
"Wie Sturmwind fährt die Zeit"
Gedichte aus drei Jahrzehnten
Eingeleitet von Dr. Aloys Christof Wilsmann
Regensberg Münster 1948 (S. 36)

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