Aus der Tiefe

by Richard von Schaukal

Meiner Frau

Aus der Tiefe meiner Leiden,
meines Elends, meiner Not,
ruf ich mit erhobnen beiden
Händen nach dem Retter Tod.

Alles kann ich wunschlos meiden,
was sich mir im Leben bot:
nur von Dir zu früh zu scheiden,
ist der Schatten, der mir droht.


Aus: Richard von Schaukal Gedichte
Pierrot und Colombine oder das Lied von der Ehe
Junge Sehnsucht / Einkehr/ Herbsthöhe / An der Schwelle
Albert Langen Georg Müller München Wien 1967 (S. 281)

_____

More poems by Richard von Schaukal

All poems by Richard von Schaukal →