Amor Schöpfer
An dem Hang des grünen Bergwalds
Auf den weichen Blumen ruhend,
Wang' an Wange mit der Geliebten,
Sah ich in das schöne Thal hin:
Auf die Bäch', und wie die Sonne
Purpurn sank, wie auf der Mond stieg.
Innig Arm um Arm geschlungen,
Bei der Nachtigallen Flöten,
Sprachen wir vom schönen Weltall,
Und es rannen in unsre Küsse
Heil'ge Thränen süßer Wonne,
Und vom Himmel schwebte Amor
Auf zart ausgespannten Schwingen,
Schmiegte dicht und warm sich an mich,
Mit der Lippen Rosenknospen
Flößt er mir, wie süßen Honig,
Ein der Worte lieblichen Zauber:
"Wohl nun glaubst du lieber Jüngling,
Was dich selig weinen machet,
Daß ich alles dies geschaffen,
Als ich einst das Ei des Anfangs
Auseinander drückt', und leuchtend,
Leben gab dem starren Chaos!"
(Band 1 S. 371)
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Auf den weichen Blumen ruhend,
Wang' an Wange mit der Geliebten,
Sah ich in das schöne Thal hin:
Auf die Bäch', und wie die Sonne
Purpurn sank, wie auf der Mond stieg.
Innig Arm um Arm geschlungen,
Bei der Nachtigallen Flöten,
Sprachen wir vom schönen Weltall,
Und es rannen in unsre Küsse
Heil'ge Thränen süßer Wonne,
Und vom Himmel schwebte Amor
Auf zart ausgespannten Schwingen,
Schmiegte dicht und warm sich an mich,
Mit der Lippen Rosenknospen
Flößt er mir, wie süßen Honig,
Ein der Worte lieblichen Zauber:
"Wohl nun glaubst du lieber Jüngling,
Was dich selig weinen machet,
Daß ich alles dies geschaffen,
Als ich einst das Ei des Anfangs
Auseinander drückt', und leuchtend,
Leben gab dem starren Chaos!"
(Band 1 S. 371)
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