Abendphantasie

by Karl Philipp Conz

nach einem schwülen Sommertage.

Die Sonn’ ist unter; Schwüle des Tages lag Schwer auf der Erde, machte die Blumen der      Empfindung, machte deine Blumen,           Lächelnder Phantasus, alle welken.

5
Du kommst mit neuen stärkenden Labungen,

Willkommen sey, ambrosischer Abend, mir!      Von deinen Fittigen gehoben,           Hebet sich neu mir der Seele Fittig. Und das Beherrschte herrschet in mir, und hat

10
Sein Recht, und schaut mit nimmer gefangnem Blick

     Hin in der Schöpfung Weite, die sich           Dankend und feyernd mit mir emporhebt.

More poems by Karl Philipp Conz

All poems by Karl Philipp Conz →